KUMAsoft auf dem IARC-Kongress: Impulse für Automotive Recycling und Kreislaufwirtschaft

KUMAsoft war auf dem diesjährigen IARC-Kongress vertreten und hat spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Automotive Recycling, Kreislaufwirtschaft und die künftigen Anforderungen an die Branche mitgenommen.

Der internationale Branchentreff zeigte deutlich: Die Verwertung von Altfahrzeugen steht vor einem wichtigen Wandel. Neue regulatorische Anforderungen, steigende Erwartungen an Nachhaltigkeit und der wachsende Bedarf an hochwertigen Sekundärrohstoffen verändern die Rolle von Verwertern, Herstellern, Remanufacturing-Anbietern und weiteren Akteuren entlang der Wertschöpfungskette.

Impulse vom IARC 2026: Automotive Recycling, Kreislaufwirtschaft und neue Anforderungen an die Branche.

 

 

Aktuelle Entwicklungen aus der Branche

Ein zentrales Thema auf dem Kongress war die kommende EU-Altfahrzeugverordnung. Sie wird weitreichende Auswirkungen auf die Branche haben und unter anderem zertifizierte Autoverwerter stärken, illegale Demontagen eindämmen und den Umgang mit nicht straßentauglichen Fahrzeugen innerhalb und außerhalb der EU neu ordnen.

Darüber hinaus standen praxisnahe Ansätze im Fokus, wie Materialien und Teile aus Altfahrzeugen künftig besser identifiziert, genutzt und in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Besonders relevant sind dabei:

  • Kunststoff-Rezyklaten
  • Altteilen (Cores) für Remanufacturing
  • Gebrauchtteilen aus Altfahrzeugen

Praxisbeispiele von Toyota und Renault

Auf dem IARC-Kongress wurden auch konkrete Umsetzungsansätze aus der Industrie vorgestellt. Toyota setzt mit Demontagefabriken in Großbritannien und Polen auf praktische Lernorte. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Prozesse zu verbessern und Wissen mit Verwertern zu teilen.

Renault verfolgt mit „The Future is Neutral“ einen dezentralen Ansatz. Dabei steht ein Netzwerk unabhängiger Verwerter im Mittelpunkt, das über gemeinsame Standards Skalierung, Automatisierung und Kreislaufwirtschaft besser miteinander verbinden soll.

Diese Beispiele zeigen: Die Branche sucht nicht nur nach technischen Lösungen, sondern auch nach neuen Formen der Zusammenarbeit.

Wiederverwendung und Recycling gewinnen an Bedeutung

Auch der Blick nach Frankreich macht deutlich, wie groß das Potenzial der Wiederverwendung ist. Dort soll das Recht auf Reparatur mit Gebrauchtteilen dazu beitragen, den Anteil wiederverwendeter Teile in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen.

Kontrovers diskutiert wurde auf dem Kongress außerdem der Einsatz von Kunststoff-Rezyklaten aus Altfahrzeugen in Neufahrzeugen. Die Ziele sind ambitioniert, die Umsetzung aber anspruchsvoll. Entscheidend werden stabile Stoffströme, verlässliche Qualität, nachvollziehbare Herkunftsnachweise und wirtschaftliche Prozesse sein.

Digitale Netzwerke als Grundlage für stabile Stoffströme

Ein zentrales Fazit aus den Diskussionen: Kreislaufwirtschaft im Automotive-Bereich funktioniert nur, wenn relevante Akteure besser miteinander vernetzt werden.

Digitale Lösungen können dabei helfen, Materialien und Teile aus Altfahrzeugen gezielt zu identifizieren, Daten strukturiert auszutauschen und Logistikprozesse effizienter zu organisieren. Für Verwerter, Hersteller, Remanufacturer und Recycler entstehen dadurch neue Möglichkeiten, hochwertige Stoffströme aufzubauen und regulatorische Anforderungen zuverlässig zu erfüllen.

Fazit vom IARC-Kongress

Der IARC-Kongress hat gezeigt, wie stark sich Automotive Recycling derzeit verändert. Die Branche steht vor der Aufgabe, neue gesetzliche Anforderungen, wirtschaftliche Prozesse und nachhaltige Kreislaufmodelle miteinander zu verbinden.

Für KUMAsoft ist klar: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, gemeinsam mit Verwertern und Partnern digitale Strukturen aufzubauen, die den Wandel aktiv unterstützen. Denn nur mit verlässlichen Daten, effizienten Prozessen und unternehmensübergreifender Zusammenarbeit lassen sich die Potenziale der Kreislaufwirtschaft im Automotive-Sektor wirklich nutzen.